19. Jan 2016    |   Allgemein

Weltschmerz

In den letzten Tagen und Wochen höre ich immer öfter, dass Menschen unter der derzeitigen Weltsituation leiden.

Im Radio, im Fernsehen, in der Zeitung und in Zeitschriften, überall nur Krieg, Terror, Krisen, Leid und Elend.

Das Gefühl von Hilflosigkeit macht sich breit, Angst vor der Zukunft und Unverständnis für das Weltgeschehen.

Aber auch Mitgefühl, Mitleid und Hilfsbereitschaft steigen deutlich an.

Was mache ich mit meinem Weltschmerz

Wohin mit mir und meinen Gefühlen, wenn ich mich doch so hilflos und ausgeliefert fühle. Ich kleines Lichtlein kann doch gegen all das Unrecht nichts ausrichten.

Zunächst kann sich doch bitte jeder der Mitgefühl empfinden kann glücklich schätzen. Empathie ist eine Eigenschaft, die nicht selbstverständlich ist. Sie macht uns menschlich und liebenswert. Niemand von uns ist hilflos. Ich kann nicht die ganze Welt retten und für Frieden sorgen, das stimmt wohl.

Aber ich kann jeden Tag aufs Neue versuchen, die Welt ein ganz kleines Bisschen liebens-und somit lebenswerter zu machen.

Geh mit offenen Augen durch die Welt, nimm Dir ein paar Minuten Zeit für ein Gespräch, wenn es sich ergibt. Lächele Deine Mitmenschen einfach mal grundlos an. Nimm im Straßenverkehr einfach mal Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer, auch wenn sie Dich nerven. Es sind die ganz kleinen Dinge, mit denen wir alle beginnen können etwas zu tun.

Das hat auch nichts damit zu tun, dass wir zu „Gutmenschen“ werden. Das ist meiner Meinung nach eh ein ganz unglückliches Wort. Wir machen Nichts einfach nur so. Wir haben immer ein Motiv. Eine Motivation. Wir wollen ein gutes Gefühl für uns haben oder dass andere Menschen uns bewundern, wertschätzen und loben. Das heißt, wir haben immer einen egoistischen Hintergedanken. Macht das was? Ich finde nicht. Das Ergebnis zählt. Helfe ich Jemandem um ein gutes Gefühl zu haben, ist das eine klassische win-win-Situation.

Wichtig ist doch, dass wir uns selbst bei aller Hilfsbereitschaft nicht aus den Augen verlieren. Denn helfen kann ich nur, wenn ich psychisch und physisch genug Kraft und Energie habe das zu tun.

Drei Dinge zum Abend

Schreiben Sie sich jeden Abend drei Dinge auf, die ihnen von dem Tag besonders in Erinnerung geblieben sind. Das kann ein negativer oder auch ein positiver Eindruck sein. Eine schwierige Aufgabe, ein Streit, das Vogelgezwitscher beim Aufwachen, ein unverhofftes Lächeln. Egal was, es wird aufgeschrieben. Nach einigen Tagen schauen Sie sich die älteren Einträge an. Wie sieht es aus heutiger Sicht aus? Bewerten Sie noch ebenso wie an dem Tag, an dem Sie die Notiz gemacht haben? Es ist ein kleines aber feines Hilfsmittel, Sie werden staunen.